Sonntag, 8. Oktober 2017

DIY Paintstation / Workstation


Ich wollte schon immer mal meinen Arbeitstisch besser sortieren und die Möglichkeit haben ähnliches Bastelzubehör, zusammengehörig aufzubewahren. Es gibt inzwischen einige sehr schöne Kommerzielle Lösungen, welche aber zum Einen nicht meinen Vorstellungen entsprachen und zum Anderen nicht gerade günstig sind. Was liegt also näher als das Ganze selber zu bauen.



Um dabei nicht komplett den Rahmen zu sprengen greife ich auf Fertigteile zurück.

Ich habe mir im Internet folgende Minikomode, in dreifacher Ausführung, besorgt. Dies gab es  früher auch von IKEA unter dem Namen Moppe. Falls es sie dort noch gibt, ist sie dort teurer...


Zugegeben sind diese Komoden mit rund 22€ (bei Amazon) auch nicht ganz günstig, haben ab er mehrere Vorteile. Das Material ist unbehandelt, kann also problemlos gestrichen, oder geölt, oder was auch immer, werden. Außerdem handelt es sich um Holz. kleben und / oder verschrauben ist problemlos möglich.

Außerdem sind die Komoden an sich, schon zusammengebaut!

Ich habe die drei Kommoden nun untereinander verschraubt und ein langes Regal erhalten welches nun auf meinem Arbeitstisch seinen Platz finden soll.

Farblich habe ich das Ganze noch mit Teak-Holzlasur (Restbestand vom Bau eines Rosenbogens) etwas veredelt.



Aus der Bucht habe ich mir anschließend noch sogenannte "Schubladenetiketten", also Griffe mit austauschbarem Beschriftungsfeld, besorgt. Diese werden einfach auf die Schubladen geschraubt und ermöglich eine einfache und leicht zu wechselnde Beschriftung.




...und angeschraubt...


...beschriftet...


Abschließend habe ich mir noch ein Farbregal für mein Sammelsurium an Farben gegönnt und dies einfach ob auf das Regal gestellt.



Fertig ist der organisierte Arbeitsbereich! Ich hoffe ich kann nun den Einen oder Anderen zum nachbau motivieren...


Samstag, 5. August 2017

Italeri Horsa Gleiter

Ich habe die letzten Wochen an einem besonderen Geländestück gearbeitet. Parallel zu meinen im Aufbau befindlichen britischen Streitkräften (unter anderem Fallschirmjäger) habe ich einen mehr oder weniger "gelandeten" Horsa Gleiter gebaut. Das Bugrad ist bei der Landung abgerissen, dies kam durchaus öfter vor...




Die Piloten haben den Segler diagonal auf einer Weide aufgesetzt um ein möglichst lange und gerade Landepiste zu nutzen.


Nach dem Verlust des Bugrads krachte der Segler mit letztem Schwung in die Begrenzung der Weide, der Zaun hat ein wenig gelitten...


Die Markierungen entsprechen (wenn man der Bauanleitung glauben darf) dem ersten Gleiter der Operation "Dead Stick" welche am D-Day, in einem Handstreich, die wichtige Pegasusbrücke, und damit den Übergang über das Flüsschen Orne, sichern sollten.




Dazu aus Wikipedia:

Drei Lastensegler landeten am 6. Juni 1944 um 00:16 Uhr nah beieinander, 50 Meter von der Pegasusbrücke entfernt. Der erste Lastensegler Nr. 92 transportierte Major Howard und den 1. Zug. Geplant war eine harte Landung, damit die Flugzeugnase die ersten Stacheldrahtverhaue vor der Brücke beseitigen würde. Durch diese Art der Landung wurden die beiden Piloten des Gleiters durch die Plexiglasverkleidung des Cockpits nach draußen geschleudert.

Den Soldaten wurde schnell bewusst, dass trotz der harten Landung niemand etwas bemerkt hatte und draußen alles ruhig blieb, obwohl die deutschen Wachen auf der Brücke nur 50 Meter entfernt waren. Später wurde bekannt, dass die Wachen die Landung des Lastenseglers für niedergehende Trümmerstücke eines abgeschossenen alliierten Bombers gehalten hatten. Der 1. Zug befreite sich schnell aus dem Lastensegler und konnte ebenso schnell eine Maschinengewehrstellung an der Brücke ausschalten. Der Rest des Zuges unter Leutnant Brotheridge überquerte schießend und Handgranaten werfend die Brücke. Am anderen Ufer konnte eine weitere Maschinengewehrstellung erobert werden, wobei Leutnant Brotheridge tödlich getroffen wurde. Er war damit das erste Opfer der Invasion auf alliierter Seite.




Donnerstag, 8. Juni 2017

Gastbeitrag: Tutorial Splittertarn


Es folgt ein Gastbeitrag vom "Figuren König" aka Flo
aus dem Behind-Omaha-Forum:

Da ja viele Probleme mit Tarnmustern haben (besonders bei Figuren und das in diesem kleinen Maßstab, 1:72) und ich bereits gefragt worden bin, ob ich nicht mal Lust hätte ein Tutorial zum Thema "Tarnmuster" zu machen, seht ihr hier, wie ich solche Muster angehe und bemale, in diesem Fall "Splittertarn":
Zu Beginn ist die Farbauswahl entscheident, denn allein die richtige Farbe, lässt später schon sehr genau erahnen, welche Tarnung die jeweilige Schlupfjacke, Feldbluse, Wendejacke oder die Zeltbahn hat.

Da ich zum einen auf Wasserbasis und Emailbasis arbeite, könnt ihr hier sehen, welche Farben ich von welchen Hersteller, ich wie benutze:

Farbe 1: Revell Email-Farbe 45 Matt



Farbe 2: Tamiya Red Brown XF-64 Matt




Farbe 3: Revell Email-Farbe 39



Farbe 4: Humbrol Email-Farbe 131 Satin



Farbe 5: Mischung der Farben 3+4 im Verhältnis 1:1



Nachdem wir nun die passenden Farben bestimmt haben, ist es wichtig zu entscheiden, ob man neu oder schon erfahren ist, dass hat den Vorteil, dass ihr so entscheiden könnt, wie viel Zeit ihr benötigt und mit welcher Figur ich anfange.

Ich habe für "Einsteiger" eine aufrecht stehende Figur gewählt, die für die weiteren Arbeitsschritte gut geeignet ist.

Schritt 1:

Die Figur zunächst grundieren in der Farbe 1 (Revell 45 Matt).

Somit wäre der Untergrund der Zeltbahn fertig:



Schritt 2:

Die Figur benötigt beim Splittertarn nun fürs Auge (u.a. zur besseren Erkennung des Musters) senkrechte "Streifen", welche in der Farbe 3 (Revell 39) schön verdünnt aufzutragen sind. Wichtig: die Farbe muss verdünnt werden um feine schöne Linien auftragen zu können ABER zu verdünnte Farbe hat den kleinen Nebeneffeckt, dass diese je mehr sie verdünnt wird, verblasst. Je nach Geschmack, kann man entscheiden ob mehr verblasst oder kräftiger die Streifen sein sollen.




Die aufrecht stehende Figur ist in soweit gut geeignet, dass ihre glatten Flächen keine Falten haben, wie z.B. hockende Figuren und die Streifen leichter angebracht werden können:

Schritt 3:

Jetzt kommt der zweite schwere Schritt, der neben den ersten Schritt mit den Streifen das Muster zu seiner Schwierigkeit zählt.

Da das Splittertarnmuster anders als bei den Mustern der Waffen XX eher mit Linien und diese scharf und spitzkantig verlaufen (Splitter eben), muss man hier versuchen mit der Farbe 2 (Tamiya Red Brown XF-64) keine runden Flecken zu malen sondern Linien mal dicker mal dünner, spitz und eckig.




Als Hilfestellung, können originale Bilder genutzt werden.

Dies kann für den Anfang eine große Hilfe sein!

Schritt 4:

Um das Muster zu vollenden, bedarf es nun noch der Luftwaffen-grünen Flecken.

Die passende Farbe habe ich aus Farbe 3 (Rvell 39) und 4 (Humbrol 131 Satin) zur Farbe 5 gemischt.

Die Flecken sollten so angebracht werden, das diese grünen Flecken regelrecht von den brauen Streifen umschlossen sind. Je nach dem, welches Splittertarnmuster gewählt wurde, muss entschieden werden, wie die grünen Flecken zu setzen gilt.

Hier ein Beispiel: Die Knochensäcke der Fallis haben z.B. folgende Merkmale aufzuweisen: die Muster sind kleiner gehalten, bzw. sie sind nicht so lang gezogen wie andere Splittertarnmuster und die grünen Flecken, sind bspw. drei mal dicht aneinander.

Wenn man sich Bilder vom Knochensack und dies mit dem der Zeltbahnen vergleicht, erkennt man denke ich schon die Unterschiede des "gleichen" Musters, Splittertarn.



Tipp: Sollte man versehentlich zu große grüne Flecken gemalt haben, kann man mit dem Braun, die Linien nachziehen, sodass das Grün weniger wird:

Schritt 5:

Im letzten Schritt sollte man Mattlack zum Versiegeln und zum mattieren jeglicher noch glänzender Farben nehmen.

Um bestmögliche großflächige Mattlackierungen durchzuführen, empfiehlt es sich, den Mattlack sprühend aufzutragen.

Abschließend sollte die Figur noch gewashed werden, wobei zu beachten ist, dass das Muster dunkler werden kann. Daher sollte man immer langsam an die Sache rangehen und nach bspw. großflächigem Wash noch Detailwash anbringen:



Ich hoffe ich konnte euch zum Splittertarn weiterhelfen und immer daran denken: Übung macht den Meister! Ich selbst, habe sehr viele Anläufe, Stunden verbracht, solche Muster im jetzigen Stand zu schaffen.

Auch solltet ihr wirklich nur originale Fotoaufnahmen als Hilfestellung nehmen.


An dieser Stelle nochmal ein großes Dankeschön an den Figuren König, Flo!

Da ich fast ausschließlich noch mit Acrylfarben arbeite werde ich in kürze die entsprechenden Vallejo Farben ergänzen.



Donnerstag, 20. April 2017

Würfeltablett & Getreidefelder

Vor einiger Zeit war ich mal wieder auf Raubzug durch ein Geschäft des bekannten schwedischen Möbelherstellers.

Durch Zufall fiel mir ein Bilderrahmen in die Hände und in Verbindung mit einem kürzlich gesehenem YouTube-Video kam folgendes dabei Heraus:




Es folgt nun der eigentliche Grund für meinen Ikea-Besuch: Getreidefelder Kokosfußmatten.

Ich wollte Getreidefelder für meine Spielmatte und da gibts eigentlich (aus meiner Sicht) nur eine vernünftige Version: Die IKEA Fußmatte ATTERUP.

Ich habe das "Versuchsfeld" zunächst einfach ausgeschnitten und auf die Matte gelegt, das sah leider nicht so aus wie ich mir das vorgestellt hatte. Also habe ich das Feld kurzerhand gebased (IKEA Esstischunterlage aus Kunststoff). Das entspricht dann meinen Anforderungen an ein Geländestück.



Die Kokosmatte wurde einfach mit Heißkleber auf die Base geklebt. Die Ränder habe ich mit Lufttrocknender Modeliermasse verkleidet. Einfach ein paar "Knetmassewürste" rollen und so die Übergänge zur Base kaschieren. Grundieren, Streu drauf, fertig!



Freitag, 7. April 2017

Mörsertrupp


Erste Truppen für Behind Omaha 2.0

Diese Truppen sind Teil meiner "Panzerdivision Clausewitz" .

Mörsertrupp: 1x Offizier, 7x Infanterie, 2x Mörser







Die Mörser sind auf 2mm MDF basiert, darunter jeweils ein Neodymmagnet. Somit kann ich die Besatzung einzeln abnehmen und mit einer zusätzlichen Figur auch als schweren Mörsertrupp einsetzen...


Ein (halber) Panzerabwehrtrupp:

1x Offizier, 1x Pak 40 + Infanterie








Auch hier steht die Pak samt Besatzung auf einer 2mm MDF Base. Im Gegensatz zu den Mörsern habe ich hier die Basen der Besatzung noch nicht eingelassen, nur etwas mit Strukturpaste kaschiert. Eine zweite Pak habe ich inzwischen in der Mache, dort werden die 2cent Bases wieder eingelassen und verschwinden gänzlich. Jeweils wieder mit Neodymmagnet darunter um die Figuren zu fixieren.


Alles natürlich in 1:72!

Montag, 27. März 2017

Ausgepackt: Bockwindmühle von Fredericus Rex




Heute habe ich Post bekommen, die möchte ich dann mal mit Euch zusammen aufmachen:

Gut verpackt kam ein Päckchen von Fredericus-Rex ins Haus.
Meine erste Bestellung dort, ich kannte den Laden bis dato nicht, hab ihn ehr zufällig gefunden.
Zunächst mal diverse Tufts die ich mir zum Test bestellt habe. Sehen soweit gut aus, sind aber wohl aus eigener Herstellung, dafür günstig.



Ich vermute sie wurden mit einem Begrasungsgerät auf einer Glas- oder PP-Platte hergestellt. Sicherlich sehr brauchbar!






Nun zu dem eigentlichen Schmankerl. Eine Bockwindmühle, hoch detailliert und alles Lasercut. 


Ein Materialmix aus Pappe, Balsaholz, Papier, Schaumpappe...
Zunächst die Warnhinweise sowie eine satte 15-seitige Anleitung (!!!)








Das scheint ein hoch detailliertes Modell zu werden, hoffentlich ist sie am Ende nicht zu filigran.
Fotos und ein paar Tipps zum Aufbau der Windmühle folgen dann demnächst.

Mittwoch, 22. März 2017

Willkommen auf meinem Blog

Ein neuer Blog, mein Blog!

Ich finde es ist an der Zeit mal einen Blog über Tabletop bzw. Wargaming zu starten. Im speziellen soll es hier um Wargaming im 20mm Maßstab bzw. 1/72 gehen. Noch genauer wird es um Behind Omaha 2.0 sowie alles dazugehörige gehen.

Ich selber bin vor über 20 Jahren das erste mal mit Wargaming in Berührung gekommen. Angefangen natürlich mit  Heroquest, über Warhammer bis hin zu Warhammer 40k...

Damals natürlich noch mit Taschengeldbeträgen die ich quasi Säckeweise zur Mailorder geschleppt habe. Zu richtigen Spielen kam es, mangels Gegner, so gut wie nie, leider.

Nachdem mich GW dann irgendwann mit ihrer Preispolitik so verschreckt hat, dass ich alles auf diversen Flohmärkten verkauft habe, war erstmal über ein Jahrzehnt Ruhe.

So habe ich erst vor einigen Jahren das Hobby wieder für mich entdeckt. Eine wahre Wundertüte von Imperssionen prasselte auf mich herein. Was gab es da nun nicht alles neues zu entdecken. Internetforen voller "verrückter" und gleichgesinnter. Verschiedenste Anbieter von Spielsystemen, eine unendliche Palette an Drittherstellern...gigantisch.

Und dann die Farben, nix stinkt mehr, die Auswahl: überwältigend!

Hängen geblieben bin ich aber bei Behind Omaha 2.0. Ein deutsches System im Maßstab 1:72.

Hier findet ihr nun in unregelmäßigen Abständen neue Infos zu meinem Hobby.

Dienstag, 21. März 2017

Figurenhalter - Bemalhilfe

Los gehts heute mal mit einem kleinen HowTo in Sachen Hilfsmittel: Bemalhilfe
Ich basiere inzwischen ausschließlich auf 2-Cent Münzen, diese sind magnetisch, darum wäre es doch praktisch wenn der Halter auch magnetisch wäre...

Ich habe mir im Internet neue Sektkorken bestellt und zeige Euch jetzt mal wie man daraus eine schöne Figurenhalterung zum bemalen bauen kann.

Wir brauchen:

  • Sektkorken (am besten neu, gebraucht geht aber auch)
  • Kleine Neodymmagnete (hier: 3mm rund)
  • Akkuschrauber + 3-4mm Bohrer 
  • Heißklebepistole
  • Pinzette








Zunächst bohrt Ihr einfach ein 2-3mm tiefes Loch, mittig in euren Korken. Dieses Loch füllt Ihr dann sogleich wieder bündig mit Heißkleber.



Jetzt schnappt Ihr euch einen Neodymmagneten und legt ihn auf das hintere Ende der Pinzette.



Nun einfach den Magneten in den Heißkleber drücken, kurz warten und dann die Pinzette mit einer Drehbewegung entfernen.



Die Pinzette sorgt dafür das der Magnet absolut Waagerecht, und nicht zu tief in dem Korken sitzt.






Ich habe mir inzwischen 20 Stk davon gefertigt, dauert ca 30 Minuten und ist eine enorme Malhilfe!

Ich habe neue Korken genommen weil diese am Boden komplett gerade sind und somit sehr gut stehen. Sektkorken deswegen weil sie einen breiten Standfuß haben und einfach stabiler stehen. Es sollte jedoch auch mit jedem anderen Korken, neu oder gebraucht, funktionieren.

Viel Spaß beim nachbauen!

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